Einsatzbereiche

Für Lieferanten und für Küchen

Wir arbeiten sowohl für die Betriebe, die Lebensmittel liefern, als auch für die, die daraus Mahlzeiten machen. Diese doppelte Perspektive ist selten – und sie ist der Grund, warum Schnittstellen zwischen beiden Welten bei uns funktionieren.

Einsatzbereiche im Überblick

Lebensmittel- und Zustellgroßhandel

Frischdienst, Trockensortiment, Tiefkühl – oft alles zugleich, mit eigener Flotte und engen Zeitfenstern. Die Software muss Sortimentsfreigaben, kundenindividuelle Konditionen, Gewichtsartikel und Tourenlogik gleichzeitig beherrschen.

  • B2B-Bestellportal mit Kundenpreisen, Staffeln und Gebindelogik
  • Liefertagskalender, Cut-off-Zeiten und Tourenzuordnung
  • Außendienst-App mit Bestellerfassung beim Kunden
  • EDI-Anbindung größerer Abnehmer, ERP-Kopplung
  • Artikelstammdaten mit vollständiger LMIV-Datenlage für die Kundenbelieferung

Gastronomie
und Hotellerie

Hier entscheidet der Wareneinsatz über das Ergebnis. Gefragt sind Werkzeuge, die im Tagesgeschäft tatsächlich benutzt werden – nicht solche, die eine zusätzliche Verwaltungsstelle voraussetzen.

  • Lieferantenübergreifender Einkauf mit Preisspiegel
  • Wareneingang und digitale Rechnungsprüfung
  • Mobile Inventur und Bestandsbewertung
  • Rezeptur- und F&B-Kalkulation mit Deckungsbeitrag
  • Digitale Speisekarte mit Allergenen, Zusatzstoffen und Endpreisen

Kliniken und Pflegeeinrichtungen

Individuelle Kostformen, Dokumentationspflichten, besonders schützenswerte Daten – und Personal, das keine Zeit für komplizierte Software hat.

  • Bedside-Erfassung am Tablet, Terminal oder durch Servicekräfte
  • Kostformen, Diäten und Konsistenzstufen als hartes Regelwerk
  • Anbindung an KIS und Heimverwaltung
  • Tablettkarten in Bandreihenfolge, Ess- und Trinkprotokolle für den Expertenstandard Ernährungsmanagement
  • Abrechnung nach Kostenträger, Selbstzahler und Zuzahlung
Schwerpunkt Speisenbestellung

Betriebsgastronomie und Kantinen

Hohe Frequenz in kurzer Zeit, dazu Subventionsmodelle und der Wunsch nach Transparenz gegenüber der Belegschaft. Vorbestellung entlastet Küche und Ausgabe gleichermaßen.

  • Speiseplan-App mit Vorbestellung und Abholzeitfenster
  • Bargeldlose Ausgabe per Karte, RFID oder App
  • Tarifgruppen und Arbeitgeberzuschüsse
  • Mengenplanung aus Vorbestellungen zur Abfallreduktion
  • Auswertung von Menüakzeptanz und Spitzenzeiten

Kita, Schule und Bildungsträger

Eltern als Nutzer, Träger als Auftraggeber, Kinder als Gäste. Das Portal muss von Menschen bedient werden können, die es zweimal im Monat öffnen – und es unterliegt regelmäßig den Anforderungen an Verbraucherangebote.

  • Elternportal mit An- und Abmeldung, Abo- und Tagesessen
  • Bezahlverfahren, Guthaben und Zuschüsse
  • Allergen- und Unverträglichkeitsverwaltung je Kind
  • Gruppen- und Klassenlisten für die Ausgabe
  • Zugängliche Oberflächen im Sinne der Barrierefreiheitsanforderungen
Rechtlicher Rahmen

Catering und Eventgastronomie

Jede Veranstaltung ist ein eigenes kleines Projekt: kalkulieren, packen, liefern, zurückführen, abrechnen. Ohne System bleibt am Ende die Frage offen, ob sich die Veranstaltung gerechnet hat.

  • Veranstaltungskalkulation mit Wareneinsatz und Personal
  • Angebots- und Auftragsverwaltung mit Änderungshistorie
  • Pack- und Rückführlisten, Equipment- und Leergutverwaltung
  • Kennzeichnung für Buffets und Ausgabestellen
  • Nachkalkulation und Deckungsbeitrag je Veranstaltung

Verbund- und Einkaufsgruppen

Mehrere rechtlich selbstständige Betriebe auf einer Plattform. Die entscheidende Anforderung ist hier nicht die Funktion, sondern die saubere Trennung: Jeder sieht genau das, was er sehen darf – und nichts darüber hinaus.

  • Mandantenfähigkeit mit technisch erzwungener Datentrennung
  • Gemeinsame Stammdatenbasis bei getrennten Konditionen
  • Rollen- und Sichtrechte bis auf Feldebene
  • Getrennte Auswertungen ohne wechselseitige Einsicht
  • Eigene Marken und Oberflächen auf gemeinsamer Basis

Andere Betriebsformen

Die Liste bildet ab, wo wir häufig arbeiten – nicht, wo wir arbeiten können. Überall dort, wo Lebensmittel beschafft, verarbeitet, gekennzeichnet und abgerechnet werden, greifen dieselben fachlichen Grundmuster.

Situation schildern

Vor Ort

Wir konzipieren dort, wo gearbeitet wird

Anforderungen entstehen nicht im Konferenzraum. Sie zeigen sich an der Rampe, am Bandende, an der Ausgabe und im Büro der Küchenleitung – meistens genau dann, wenn jemand sagt: „Das machen wir hier anders."

  • Begleitung einer kompletten Schicht, vom Wareneingang bis zur Spüle
  • Gespräche mit denen, die die Software später bedienen – nicht nur mit der Leitung
  • Aufnahme der Umwege und Zettel, die heute die Lücken schließen
  • Ehrliche Bewertung, welche Abläufe Software verbessert und welche nicht

Gemeinsamer Nenner

Was in allen Betriebsformen gleich schwierig ist

Unabhängig von der Branche stolpern Projekte in diesem Umfeld fast immer über dieselben vier Punkte. Wer sie früh anspricht, spart sich später viel.

  • Stammdatenqualität. Ohne saubere Artikeldaten gibt es keine verlässliche Kennzeichnung, keine belastbare Kalkulation und keine brauchbare Auswertung. Das ist der häufigste Grund, warum gute Software schlecht wirkt.
  • Die Systemgrenzen. Was passiert an der Übergabe zwischen Küche und Verwaltung, zwischen Bestellung und Kasse, zwischen Lieferant und Betrieb? Dort entstehen die meisten Fehler – und dort ist am wenigsten dokumentiert.
  • Akzeptanz beim Personal. Eine Anwendung, die drei Klicks zu viel verlangt, wird im Stress umgangen. Danach stimmen die Daten nicht mehr, und niemand weiß warum.
  • Nachweispflichten. Kennzeichnung, HACCP, Rückverfolgbarkeit, Kassenführung: Diese Anforderungen lassen sich nicht nachträglich anbauen, weil sie das Datenmodell betreffen.

Kurz gefragt

Häufige Fragen zu dieser Seite

Fragen zu Einsatzbereichen, Betriebsgrößen und Vergabeverfahren.

Für welche Betriebsarten arbeiten Sie?

Für Zustell- und Lebensmittelgroßhandel, Gastronomie und Hotellerie, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Betriebsgastronomie und Kantinen, Kita-, Schul- und Bildungsverpflegung, Catering und Eventgastronomie sowie Einkaufs- und Verbundgruppen.

Arbeiten Sie für Lieferanten und für Küchen zugleich?

Ja, und das ist Absicht. Wir arbeiten sowohl für die Betriebe, die Lebensmittel liefern, als auch für die, die daraus Mahlzeiten machen. Diese doppelte Perspektive ist der Grund, warum Schnittstellen zwischen beiden Welten in unseren Projekten funktionieren.

Sind Sie auf eine bestimmte Betriebsgröße festgelegt?

Nein. Entscheidend ist nicht die Zahl der Essen pro Tag, sondern ob sich der Ablauf in ein Standardprodukt pressen lässt oder nicht. Bei einfachen Anforderungen raten wir regelmäßig zu einer vorhandenen Lösung.

Arbeiten Sie auch für öffentliche Auftraggeber?

Ja. Ausschreibungen, längere Entscheidungswege und Vergabeverfahren im öffentlichen Bereich sind uns vertraut. Wir begleiten Angebots- und Entscheiderrunden und liefern die fachlichen Unterlagen, die dafür gebraucht werden.

Ist eine Lösung für mehrere Standorte oder einen Verbund möglich?

Ja. Mandantenfähigkeit mit strikter Datentrennung, standortübergreifende Auswertungen sowie Rollen- und Sichtrechte für Küche, Einkauf und Verwaltung gehören zu den Anforderungen, die in solchen Vorhaben regelmäßig eine Rolle spielen.

Weitere Antworten – zu Kennzeichnung, Speisenbestellung, Schnittstellen und Projektfragen – stehen unter Häufige Fragen.

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Größe, Struktur, vorhandene Systeme, das drängendste Problem – mehr brauchen wir für eine erste Einschätzung nicht.

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